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22./23. August 2003
Rönggi-Girls
Aysun, Anna und Rebecca sind Rapperinnen und gehen nebenbei in die vierte Primarklasse im Zürcher Kreis 5. Sie sind selbstbewusst («Wir tanzen viiiiel besser als die «No Angels»!», «So singen wie Britney Spears können wir schon lange.») und stehen am Röntgenplatzfest zum ersten Mal vor grossem Publikum auf der Bühne. Sie machen (bald) in der internationalen Musikwelt Karriere und wohnen alle rund um den Röntgenplatz im Industriequartier. Aysun, Anna und Rebecca, die rappenden «Rönggi-Girls», eröffnen das diesjährige Röntgenplatzfest.
Direkt vom Pfannenstiel in die Zürcher Innenstadt heruntergestiegen, spielt das «Pfannestil Chammer Sexdeet» am Freitagabend auf dem Röntgenplatz. Pressestimmen zur Gruppe, die zu dritt auftritt und sich deshalb logischerweise als Sexdeet bezeichnet: «Sie sind die unbestrittenen Meister des höheren Blödsinns und der leisen Zwischentöne» (Der Landbote), «Das Pfannestil Chammer Sexdeet gräbt mit kleinen Liedern grosse metaphysische Löcher» (Der Bund), «Schwere Fragen und federleichte Antworten» (Zuger Presse), «Ein eigener Stil, der–Pfannenstil„ eben.» (Basellandschaftliche Zeitung). Auf dem Röntgeplatz präsentiert das Trio, das im vergangenen Jahr mit dem Salzburger Stier ausgezeichnet wurde, sein Programm «Kandis». Die «Pfannen-Mannen» versprechen dem Publikum «ein reines Zuckerschlecken«, intelligente Mundartlieder in schlüpfrigen Arrangements und kein bisschen Saccharin weit und breit, eine dichte Kette glänzender Songkristalle – schräg, witzig und berührend zugleich. Wer weiss, was alles passieren kann, wenn der Pfannestiel von der Goldküste mitten nach Züri 5 verschoben wird? Prekmurski Kavbojci
Die Cowboys aus dem Wilden Westen sind arg angegraut, die Cowboys aus Leningrad gehören ins letzte Jahrhundert, die Zukunft gehört den Kavbojci aus der Prekmurie. (Für alle die im Geographieunterricht geschlafen haben: Die Prekmurie ist das Dreiländereck Österreich, Ungarn, Slowenien). Die Bandmitglieder wohnen alle in Zürich und Basel, kommen aus ganz Europa und haben ihre grössten Fans in der Prekmurie: Dieser Landstrich hinter den sieben Bergen hat bei der Entstehung des Sextetts (diesmal sinds wirklich sechs) eine entscheidende Rolle gespielt. Als lose Musikgruppe reisten sie im Frühjahr 2002 nach Slowenien, zum 80. Geburtstag der Grossmutter Medjimorec, der Ahnin des Bassisten und des Saxisten. Der Auftritt gefiel nicht nur der bejahrten Jubilarin sondern auch dem jungen Publikum, das die Band sogleich zu einem Gig in Maribor schleifte. Auch dort tobte die Zuhörerinnenschaft vor Begeisterung und die Kavbojci gingen auf Tournee durch die Prekmurie und danach auch durch die Schweiz und Frankreich. Dragica Rajcic
In Split (Kroatien) geboren. Abitur, Australien, 1978 Schweiz. Hier Putzfrau, Büglerin, Heimarbeiterin. Verheiratet, drei Kinder. Schreibt seit 1972: Gedichte und Kurzprosa erscheinen in kroatischen Zeitungen. Dann Texte in deutscher Sprache, publiziert in Literaturzeitschriften und Anthologien. 1988 Rückkehr nach Kroatien. Gründung der Zeitung "Glas Kastela"; journalistische Arbeiten. 1991 nach Ausbruch des Krieges Flucht mit den Kindern in die Schweiz. Reinigungsarbeit und Öffentlichkeitsarbeit über den Krieg in Ex-Jugoslawien. Neben den Büchern auch Theaterstück "Ein Stück Sauberkeit" (aufgeführt in München und verschiedenen Schweizer Städten). Zahlreiche beeindruckende Lesungen, Interviews und Fernsehauftritte. Erhält 1994 den Münchner Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis. Lebt in St.Gallen.
Diese Kurkapelle wurde noch vor dem Fall der Mauer in Berlin gegründet. Sie bezeichnet sich selbst als soziales und musikalisches Experiment. Sie spielt revolutionäre Hymnen aus Ost, West, Süd und Nord, und elektrifiziert Arbeiterkampflieder. Höchste Zeit, dass diese Band auf dem Röntgenplatz auftritt, auf dem Platz mitten im linksten Quartier im roten Zürich, auf der Bühne in dem Stadtteil, in dem der Sozialismus und die Sozialdemokratie an jedem Abstimmungssonntag schweizweit die besten Resultate erzielen.
Eine ureigene Mischung – geprägt von den musikalischen Erfahrungen der MusikerInnen und dem marokkanisch-multikulturellen Background Samir Essahbis. Raï, Reggae, Chaabi, Gnawa, die Rhytmen aus dem ganzen arabischen Raum, aus Schwarzafrika, den beiden Amerikas, der Karibik und Europa vermischen sich mit exotischen und trotzdem eingängigen Melodien zwischen der arabischen Vierteltonmusik und westlichen Ohrwürmern. Wenn die Gruppe Raï-X in ihren Kompositionen die unterschiedlichen
Der Phoenix aus dem Aschenbecher von Roundabaouts, Rosebud, Osmosis und Scuba Divers landet auf dem Röntgenplatz: Fingerpoke, die Band, die sagt, sie sei jetzt eine richtige Band und von manchen bereits als Zürcher Kultband bezeichnet wird. Ihre Stücke reichen von rohem Raketen-Blues über Quetschkommoden-Rock'n'Roll, schüttelige Gitarrengebilde und flatternde Dunkelheit bis hin zu schwebenden kleinen Erzählungen. Fingerpoke jongliert mit der englischen Sprache und lässt dabei Stimmungsbilder entstehen. Dass sie ihre Musik- und Literaturgeschichte intus haben, beweisen sie mit mit echten und
Unsere Jugendorganisation im Kreis 5 hat sich wieder einmal so einiges einfallen lassen, um ein volles Unterhaltungsprogramm für Kinder und Jugendliche zu bieten.
Organisiert und betreut durch: OJA Kreis 5, Sihlquai 131, Postfach 1612, 8031 Zürich, www.oja.ch
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